Flow-Moment am 13.01.2026 – Der Anfang vom Ende
Thema / Inspiration:
„Der Anfang vom Ende – und der Blick aufs Leben“
Tagesgedanke
Wir wissen, dass unser Leben endlich ist. Und doch schieben wir diesen Gedanken gern beiseite. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil er unbequem ist. Der Tod erinnert uns daran, dass nichts Materielles bleibt – kein Besitz, kein Status, kein „Später mache ich das“.
Viele Konzepte und Angebote beschäftigen sich deshalb mit dem Ende des Lebens: mit Vorsorge, Abschied und dem bewussten Umgang mit der eigenen Endlichkeit. Sie möchten helfen, Verantwortung zu übernehmen und den Blick auf das Wesentliche zu schärfen. Und genau darin liegt etwas Wertvolles.
Der Anfang vom Ende, wenn wir ehrlich hinschauen, verändert die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit unseren Blick auf das „Jetzt“.
Gleichzeitig gibt es noch eine andere Ebene, die oft leise mitschwingt. Unser Körper ist endlich – wie alles Materielle. Er kommt, verändert sich und geht. Doch das, was wir als „Ich“ erleben, das Wahrnehmen, das Erleben selbst, fühlt sich nicht endlich an. Es ist nicht greifbar, nicht messbar und nicht an Zeit gebunden.
Vielleicht liegt genau hier eine Brücke:
Der Gedanke an das Ende des Körpers muss nicht beängstigend sein. Er soll uns daran erinnern, bewusster zu leben, nicht später, nicht irgendwann, sondern jetzt.
Wenn wir akzeptieren, dass Formen vergehen, fällt es leichter, dem Moment Bedeutung zu geben. Beziehungen werden ehrlicher. Entscheidungen klarer. Prioritäten verschieben sich. Nicht aus Angst – sondern aus Bewusstsein.
Vielleicht ist der „Anfang vom Ende“ gar kein düsterer Punkt.
Vielleicht ist er ein stiller Hinweis darauf, wie kostbar dieses Leben ist – genau so, wie es sich gerade zeigt.
Und vielleicht geht es nicht darum, sich auf das Ende vorzubereiten, sondern das Leben nicht aufzuschieben.

Mini-Übung (5–10 Minuten)
(Tagebuch-Impuls)
Nimm dir ein Blatt Papier oder dein Tagebuch und schreibe ganz frei – ohne Zensur und ohne Anspruch auf „Tiefe“ – zu einer oder mehreren dieser Fragen:
- Wenn ich mir bewusst mache, dass mein Körper endlich ist:
Was wird mir heute plötzlich wichtiger? - Was würde ich nicht länger aufschieben, wenn ich dem Leben wirklich vertraue?
- Welche Dinge, Gedanken oder Sorgen verlieren an Bedeutung, wenn ich vom Ende her schaue?
PDF-Download wer will:
Du musst nichts zu Ende denken.
Manches darf roh bleiben.
Allein das Aufschreiben kann den Blick verändern.
Lege den Text danach bewusst zur Seite.
Nicht alles muss sofort verstanden werden.Tag.
Dann öffne langsam die Augen und lächle.
🌸 Flow-Projekt 2026 – Bewusst durch das Jahr

