Flow-Moment am 25.01.2026 – Zu deinen Träumen zurückfinden

Thema / Inspiration:

„Lass deine Träume wie einen Drachen in den Weltraum segeln, und du weißt nicht, was sie zurückbringen werden – ein neues Leben, einen neuen Freund, eine neue Liebe, ein neues Land.“

Anaïs Nin (1903–1977)

Tagesgedanke

Zu deinen Träumen zurückfinden – Träume sind grenzenlos. In ihnen gibt es keine Rechnungen, keine Bewertungen, keine Einschränkungen. Ein Traum darf groß sein. Wild, unlogisch sogar unvernünftig – genau das macht ihn so kraftvoll!

Und doch verlieren viele Menschen mit den Jahren den Zugang zu ihren Träumen. Nicht, weil sie plötzlich verschwinden, sondern weil Zweifel lauter werden. Verantwortung wächst und der Alltag viel von uns abverlangt. Auch die Arbeit fordert viel von uns und verlangt Struktur und Verlässlichkeit. Und langsam wird aus einem lebendigen Traum ein leiser Gedanke mit dem Zusatz: „Das geht sowieso nicht.“

Was lässt uns zweifeln?
Oft ist es nicht die Realität selbst, sondern die Angst vor Enttäuschung. Die Sorge, zu scheitern. Oder die Gewohnheit, vernünftig sein zu müssen.

Als Kind träumen wir selbstverständlich. Wir wollen entdecken, erschaffen, reisen, erleben. Niemand erklärt uns, was „realistisch“ ist. Erst später beginnen wir, Träume zu messen. An Geld, an Zeit und an Erwartungen.

Doch Träume sind keine To-do-Liste. Sie sind Richtungsgeber, ein innerer Kompass. Vielleicht haben wir unsere Träume nicht verloren – wir haben nur aufgehört, ihnen zuzuhören.

Ein weiterer Grund, warum wir unsere Träume vergessen, liegt nicht nur in uns selbst. Er liegt in den Strukturen, in denen wir leben. Unser Alltag ist stark auf Leistung, Arbeit und Geld verdienen ausgerichtet. Viele von uns verbringen den Großteil ihres Lebens damit, zu funktionieren – nicht unbedingt, weil sie es lieben, sondern weil sie glauben, zu müssen.

Wenn Arbeit nur noch Pflicht wird und Zeit hauptsächlich in Erwerb und Absicherung fließt, bleibt wenig Raum für Visionen. Träume brauchen Weite. Das System, in dem wir uns bewegen, fordert jedoch Effizienz, Anpassung und Verlässlichkeit. Es belohnt Sicherheit mehr als Sehnsucht.

So gewöhnen wir uns daran, vernünftig zu sein. Stabil. Berechenbar. Und irgendwann erscheint es uns normal, dass Träume „unrealistisch“ sind. Doch vielleicht ist nicht der Traum unrealistisch – sondern die Annahme, dass Leben nur aus Pflichterfüllung bestehen darf.

Das heißt nicht, dass Arbeit falsch ist. Aber wenn sie unsere gesamte Identität bestimmt, verlieren wir leicht den Zugang zu dem, was uns ursprünglich bewegt hat.

Träume sterben nicht, weil sie unmöglich sind.
Sie verstummen, wenn wir ihnen keinen Raum mehr zugestehen.

Zu deinen Träumen zurückfinden bedeutet nicht, sofort alles zu verändern.
Es beginnt mit einer ehrlichen Frage:
Was würde ich mir erlauben zu wünschen, wenn ich keine Angst hätte?

Manchmal liegt der alte Traum noch ganz nah. Vielleicht in einer Erinnerung, vielleicht in einer Sehnsucht, die immer wieder auftaucht oder in einem Gefühl von „Da war doch mal etwas“.

Träume sind wie Drachen – sie steigen nur, wenn wir ihnen Raum geben. Sie müssen nicht sofort erfüllt werden. Aber sie wollen bewegt werden, gedacht und gefühlt werden.

Vielleicht geht es heute nicht darum, einen großen Schritt zu machen, sondern einen Traum wieder ernst zu nehmen.


Mini-Übung (5 Minuten)

Schreibe drei Dinge auf, die du als Kind oder Jugendliche*r einmal wolltest.
Keine Bewertung. Keine Erklärung.

Dann frage dich:
Was davon lebt heute noch in mir – vielleicht in veränderter Form?

Manchmal beginnt ein neues Kapitel mit einer alten Sehnsucht.


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