Flow-Momant am 15.01.2026 – Akzeptanz und Ausmisten
Thema / Inspiration:
„Akzeptanz – Ich erlaube mir, ein gutes Leben zu haben.“
Carola Kleinschmidt
Tagesgedanke
„Ich erlaube mir, ein gutes Leben zu haben.“
Dieser Satz klingt auf den ersten Blick einfach. Fast selbstverständlich. Und doch stößt er bei vielen innerlich auf Widerstand. Denn oft ist es nicht das Leben selbst, das schwer ist – sondern das Festhalten an Dingen, Gedanken und Strukturen, die längst nicht mehr zu uns passen.
Akzeptanz und Ausmisten!
Akzeptanz bedeutet nicht, alles gut zu finden.
Ausmisten bedeutet nicht, alles wegzuwerfen.
Akzeptanz bedeutet, anzuerkennen, wo wir gerade stehen – und uns zu erlauben, weiterzugehen.
Ausmisten bedeutet, bewusst zu erkennen, was keinen Platz mehr in deinem Leben braucht – und dich zu erlauben, Raum zu schaffen.
Manchmal zeigt sich genau das ganz konkret im Außen. In Schubladen, Ordnern, Stapeln, in Papierkram, den wir „für alle Fälle“ aufbewahren und in Unterlagen, die längst keine Bedeutung mehr haben, aber trotzdem Raum einnehmen. So wie alte Gedanken oder Verpflichtungen, die wir nie bewusst verabschiedet haben.
Ausmisten und Akzeptanz ist deshalb mehr als Ordnung schaffen, es ist eine Form von Entscheidung.
Was darf gehen? Was dient mir noch? Und was halte ich nur aus Gewohnheit fest?
Ein trüber Januartag eignet sich gut dafür, nicht weil man muss, sondern weil er Raum dafür bietet. Alte Versicherungsunterlagen, deren Gültigkeit längst abgelaufen ist. Bedienungsanleitungen, die jederzeit online abrufbar sind. Belege von Dingen, die nicht mehr Teil deines Lebens sind. All das erzählt Geschichten aus der Vergangenheit – aber nicht jede Geschichte muss weitergetragen werden.
Hier schließt sich der Kreis zur Akzeptanz.
Denn ein gutes Leben beginnt oft nicht mit etwas Neuem, sondern mit dem bewussten Loslassen von Altem. Nicht aus Strenge, sondern aus Fürsorge.
Niemand muss aufräumen, um ein gutes Leben zu haben.
Aber manchmal hilft Ordnung dabei, sich dieses gute Leben überhaupt zu erlauben.
Akzeptanz heißt auch: Ich darf mir Raum schaffen.
Im Außen – und damit auch im Innen.

Mini-Übung (5 Minuten)
Öffne heute bewusst eine Schublade, einen Ordner oder einen Stapel.
Nicht alles. Nur einen kleinen Bereich.
Frage dich bei jedem Teil:
Brauche ich das wirklich noch – oder halte ich es nur fest, weil es immer da war?
Lege beiseite, was gehen darf.
Nicht perfekt. Nicht vollständig.
Nur ehrlich.
🌸 Flow-Projekt 2026 – Bewusst durch das Jahr
