Flow-Moment am 12.01.2026 – Wenn du einen Wunsch frei hättest

Thema / Inspiration:

„Wenn du einen Wunsch frei hättest, welcher wäre es?“


Tagesgedanke

Wünsche begleiten uns ein Leben lang. Manche sind leise und beständig, andere tauchen plötzlich auf, laut und dringlich. Oft glauben wir, genau zu wissen, was wir wollen. Und doch zeigt sich im Rückblick nicht selten, dass ein erfüllter Wunsch nicht automatisch Zufriedenheit bringt.

Warum ist das so?

Sehen wir und das mal genauer an. Wenn du einen Wunsch frei hättest, welcher wäre es? Viele Wünsche entstehen nicht aus innerer Klarheit, sondern aus einem Gefühl von Mangel, Frust oder Überforderung. Aus dem Wunsch, etwas Unangenehmes nicht fühlen zu müssen. Ein neuer Gegenstand, eine Veränderung im Außen oder eine schnelle Lösung sollen dann das kompensieren, was innerlich gerade fehlt. Für einen Moment fühlt sich das gut an – doch das Gefühl hält selten lange an.

Nicht jeder Wunsch ist falsch. Aber nicht jeder Wunsch ist echt.

Ein ehrlicher Wunsch hat eine andere Qualität. Er fühlt sich nicht hektisch an. Er drängt nicht. Er ist oft schon lange da, vielleicht sogar unscheinbar. Echte Wünsche haben weniger mit Ablenkung zu tun und mehr mit Ausrichtung. Sie entstehen nicht aus einem Weg-von, sondern aus einem Hin-zu.

Also, wenn du einen Wunsch frei hättest, welcher wäre es?
Schwierig wird es, wenn wir beginnen, unsere Wünsche ungeprüft zu erfüllen – und uns danach wundern, warum die innere Leere bleibt. Dann liegt das Problem nicht im Wunsch selbst, sondern darin, dass er etwas ersetzen sollte, was ganz woanders gebraucht wird: Ruhe, Anerkennung, Verbindung, Sicherheit.

Sich mit den eigenen Wünschen bewusst auseinanderzusetzen bedeutet nicht, sie zu unterdrücken. Es bedeutet, sie ernst zu nehmen – auch dann, wenn sie sich als Hinweis entpuppen und nicht als Ziel.

Vielleicht ist die wichtigste Frage nicht: Was wünsche ich mir?
Sondern: Warum wünsche ich mir das gerade?

Ein bewusster Weg im Umgang mit Wünschen

Wenn ein Wunsch auftaucht, halte kurz inne und stelle dir ehrlich diese Fragen:

  • Entsteht dieser Wunsch aus Ruhe oder aus Unruhe?
  • Würde er auch noch da sein, wenn ich mich gerade sicher und ausgeglichen fühle?
  • Was erhoffe ich mir emotional davon?
  • Könnte dieses Gefühl auch auf einem anderen Weg entstehen?

Manchmal verliert ein Wunsch schon durch diese Fragen an Dringlichkeit. Und manchmal bleibt er – klarer, ruhiger und stimmiger als zuvor. Beides ist wertvoll.

Bewusstsein bedeutet nicht, sich nichts mehr zu wünschen.
Bewusstsein bedeutet, zu erkennen, welche Wünsche dich wirklich nähren – und welche nur etwas überdecken sollen.


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